Christian

Christian, 14,  schreibt uns folgendes Erlebnis, das sehr nachdenklich stimmt - lesen Sie selbst:

 

Hi, liebe Andrea,

da habe ich im April etwas erlebt, was ich einfach erzählen möchte, weil ich es noch immer gar nicht glauben kann:

 

Es war an einem schönen Tag im April und mein Freund und ich wollten zu einer gemütlichen Wiese. Um zu dieser Wiese zu gelangen, muss man durch einen großen Bahnhof.  Wir haben uns einen richtig schönen Tag gemacht: Die Sonne schien und wir hatten viel Spaß. Später am Abend sind wir dann zurückgegangen und mussten wieder durch den Bahnhof. Mein Freund wohnt woanders, daher bin ich diese Strecke allein gegangen.

 

tl_files/ampukids/Bilder/Homepage/Fische/krake_01.gifLeider hatte ich auf einmal große Schwierigkeitenmit meiner Prothese. Sie saß plötzlich nicht mehr fest und ist über den Stumpf gerutscht, so dass ich ziemlich heftig hingefallen bin. Als ich versuchen wollte aufzustehen, hat mir keiner geholfen. Alle sahen mich nur mit großen Augen an, gingen aber schnell weiter. Zum großen Glück hatte ich mein Handy dabei und habe dann meine Mutter angerufen, die sofort zum Bahnhof kam und mich aus dieser schrecklichen Situation „rettete“.

 

Ich kann gar nicht verstehen, dass keiner mir helfen wollte. Ich bin doch kein Schlägertyp, vor dem man sich fürchten muss, sondern ein Junge, der eine Prothese hat und in diesem Moment war es doch vollkommen klar, dass ich Hilfe brauchte — aber das hat niemanden interessiert!

  

Ich hoffe, dass so was nie wieder passiert und dass niemand jemals in eine solche Situation gerät. Vielleicht kannst Du dieses Schreiben ja abdrucken?

 


Liebe Grüße, Christian

 

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