Meningokokken als Amputationsursache im Kindesalter.
Meningokokken – „Was ist denn das?“ – wird sich manch einer fragen. Schwer auszusprechen, klingt sogar irgendwie „lustig“… Aber das, was sich als Zungenbrecher darstellt, ist ein Bakterium, das schwerste Infektionskrankheiten auslösen kann. Die bekannteste Erkrankung, die durch Meningokokken verursacht wird, ist die Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt.
Übertragen werden Meningokokken als Tröpfcheninfektion oder über engen Kontakt „von Mensch zu Mensch“, z. B. beim Küssen. Aber nicht jeder, der mit Meningokokken in Berührung kommt, erkrankt. Bei 10% der Bevölkerung kommen sie sogar im Nasen-Rachen-Raum vor, ohne dass sich eine Erkrankung entwickelt.
Personen mit geschwächtem Immunsystem haben jedoch ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Wenn unter bestimmten Voraussetzungen wie Abwehrschwäche oder weiteren anderen Erkrankungen der Erreger über die Mund- und Rachenschleimhaut ins Blut gelangt, kann es zu Meningokokken-Erkrankungen wie Meningitis oder Meningokokken-Sepsis kommen.
In erster Linie sind Säuglinge und Kleinkinder betroffen, am zweithäufigsten Jugendliche und junge Erwachsene.
