Knochenkrebs als Amputationsursache bei Kindern und Jugendlichen
Die häufigsten Knochentumore bei Kindern und Jugendlichen sind das Osteosarkom und das Ewing-Sarkom. Das Osteosarkom kann in jedem Alter vorkommen, vorwiegend aber bei Teenagern und jungen Erwachsenen. Auch Kinder unter 10 Jahren können diesen Krebs entwickeln. Jungen sind etwas öfter betroffen als Mädchen. Auf ganz Deutschland bezogen ergeben sich etwa 200 Neuerkrankungen pro Jahr.
Das Osteosarkom zeichnet sich durch aggressives Wachstum mit Zerstörung des umliegenden Knochens und ggf. Gelenks aus. Es tritt überwiegend am Schienbein und Oberschenkel sowie am Oberarm auf. Bei etwa der Hälfte der Kinder und Jugendlichen befindet es sich in der Nähe des Kniegelenks. In seltenen Fällen kommt dieser Tumor auch an den Hüftknochen, an den Rippen oder an anderen Knochen des Körpers vor. Bei etwa einem Viertel aller Kinder und Jugendlichen gibt es Metastasen (Tochtergeschwülste) in der Lunge.

