Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom:
Amputation nach Gewebezerfall einzelner Gliedmaßen durch Meningokokken-Sepsis.
Was wie eine Grippe mit plötzlich hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Erbrechen beginnt, kann unter Umständen eine lebensgefährliche Infektion aufgrund von Meningokokken sein. Wenn Krämpfe, Lähmungen, Bewusstseinstrübung und/oder Haut- einblutungen auftreten, handelt es sich immer um einen medizinischen Notfall, der sofort intensiv-medizinischer Behandlung bedarf - nur eine rechtzeitig begonnene Therapie kann schwere, bleibende Schädigungen verhindern.
Bei der Meningokokken-Sepsis, auch Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom genannt, handelt es sich um eine „Überschwemmung“ des Blutes mit Meningokokken. Die Meningokokken-Sepsis verläuft meist sehr schwer. Die Sterblichkeitsrate ist trotz ständig besser werdender intensivmedizinischer Behandlungs-möglichkeiten sehr hoch.
Schwere Organschäden sind häufige Folgen. Gewebezerfall durch verminderte Durchblutung einzelner Gliedmaßen kann oft die Amputation eines oder mehrerer Körperteile nötig machen.

